Gedichte auf kjersten.de
zufällige Wahl
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...Aphorismen
Der einzige Zwang, dem ich mit Freude weiche, ist mein freier Wille.
Die Optimisten halten sich oft für Realisten. Die Realisten würden nur zu gerne mit ihnen tauschen.
Die sicherste Lüge ist die Wahrheit.
Ein Feind ist, wer einem den Freund befiehlt.
Einsamkeit ist eine stolze und treue Gefährtin.
Erinnerungen, die uns als Hölle erscheinen, befeuern wir meist selbst.
Furcht vor denen, die stets fremde Gedanken als Ersatz für eigene nehmen.
New York
Gegensätze wirken erst anziehend, danach Distanz wahrend.
Gegenseitige Achtung berauscht wie ein ungesicherter Hochseilakt.
Gewissen Menschen den Frieden zu erklären, kann bedeuten, mit sich selbst im Krieg zu stehen.
Gleichgültigkeit ist ein tieferes Gefühl als Hass und beständiger.
Gott ist kein Atheist. Noch nicht.
Gute Taten sagen wenig über den Menschen aus, der sie vollbringt.
Hassbar ist nur, was wir lieben könnten.
Hingabe endet viel zu oft in Besessenheit.
Individualität wird solange respektiert, wie sie konform geht.
Ist es vorstellbar, als das aufzuwachen, wovor man sich vor dem Einschlafen fürchtete?
Jenen, die Respekt nur einfordern, ist sein Erwerb zu mühevoll.
Keinen sinnvollen Gedanken zu folgen ist ein guter Zeitvertreib.
Kein Glaube wurde im Himmel geboren.
Liebe und Lust bedürfen einander nicht – bis sie sich treffen.
Menschlichkeit trennt das Lachen vom Gelächter.
ohne Titel
Moral ist flüchtig wie der Geschmack.
Niemand darf je einen anderen vereinnahmen, um nach der eigenen Façon selig zu werden.
Ohne eine Erinnerung gibt es kein Verzeihen.
Religion, die das Herz erreicht, kann Frieden bringen. Wer sie darüber hinaus zu mehren sucht, ebnet Verderben den Weg.
Sollte mit sechzig ein Gesicht verdient sein, dann ist es besser, über manche nichts zu erfahren.
Verwünsche keine Anderen, sind sie doch schon für immer mit sich selbst zusammen.
Visionen zu haben bedeutet nicht auch visionär zu sein.
Vollkommenheit kann es für uns nicht geben, denn dann wären wir ohne Ziel.
Von Herz und Verstand befreit ist alles möglich.
Von jemanden, der uns schlafen lässt, ist keine Hilfe zu erwarten.
Was kann schöner sein, als gold leuchtende Wolken am Morgen?
Portrait IV
Wen Enttäuschungen nicht berühren, mag Glück einfordern.
Wenn du für dich alles bist, bist du für andere nichts.
Wenn sich der Realist und der Optimist unversöhnlich gegenüber stehen, verlieren beide.
Wer meint, die Jugend sei an die Jugend verschwendet, dessen eigene ist beendet.
Wer stets Widerworte scheut, endet als Knecht.
Wir verändern die Vergangenheit unaufhörlich.
Worauf kommt es vielen an? Wie viel Spielzeug jemand am Ende sein eigen nennt?
Zu lieben ist entweder ein Geschenk oder eine Strafe. Mitleid erregt, wer nichts davon erlebt.
Zur Tugend verklärt lassen uns Dogmen freudig Widerwärtiges tun.