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Gedichte

Kjersten Waldheim

Gemälde & Zeichnungen

Du kommst auf die Welt,

So zitternd und bloß,

Wirst alles verändern,

Das ist dein Los.

 

Dein kindliches Strahlen,

Es ist deine Macht.

Auch wenn der Schlaf ruft,

So halte ich Wacht.

 

Nachts ein hungernder Laut,

Kaum gierig getrunken,

Das weiß ich genau,

Du in Schlummer gesunken.

 

Du klammerst dich an mich,

Du suchst bei mir Wärme

Und freust dich der Ruhe,

Die geb’ ich dir gerne.

 

Du hast keine Furcht,

Oft fällst du nieder.

Dich kümmert’s nicht,

Dann stehst du wieder.

 

Du schaust zu mir auf,

Nimmst jegliche Wut.

Wie du bist mein Stolz,

Gibst du mir Mut.

 

Nach vielen Versuchen

Ein einzelnes Wort.

Nun kommen andere

Und immer so fort.

 

Die Zeit ohne dich

Ich kaum noch vergeude,

Bin dankbar für vieles,

Ob Kummer, ob Freude.

 

Du nimmst dich wahr,

Dein Ich so beginnt.

Mit Lachen und Wehmut

Die Zeit schnell verrinnt.

 

Ich lüg’ dich nicht an,

Ich weiß, es ist richtig.

Auch wenn es schwer ist,

Du bist mir zu wichtig.

 

Manchmal am Abend

Erscheinen die Drachen.

Wir werfen ein Lachen

In deren Rachen.

 

Viel Neues dich lockt,

Musst alles erfahren.

Ich zeig’ dir die Welt

Und will dich bewahren.

 

Doch gibt es Momente,

Da magst du dich wehren,

Wenn alle drauf drängen,

Dein Wissen zu mehren.

 

Du hast mich bestaunt,

den Herrscher der Welt.

Jetzt wachsen die Zweifel,

Dein Urteil nun fällt.

 

Du kennst deine Freunde.

Steht für euch ein,

Trenn’ wahre von falschen,

Verweigre den Schein.

 

Da dir dein Herz

Das erste Mal brennt,

Erfährst du ein Gefühl,

Das keiner sonst kennt.

 

Deine Suche nach dir

Dich mir sicher entriss.

Ich war für dich da,

Dies ist dir gewiss.

 

Was immer auch folgt,

Es war mir gegeben.

Ob Leid oder Glück,

Ich konnt’ dich erleben.

° ° °

 

Sturz in die Freude

Glanz

 

ohne  Titel