Du kommst auf die Welt,
So zitternd und bloß,
Wirst alles verändern,
Das ist dein Los.
Dein kindliches Strahlen,
Es ist deine Macht.
Auch wenn der Schlaf ruft,
So halte ich Wacht.
Nachts ein hungernder Laut,
Kaum gierig getrunken,
Das weiß ich genau,
Du in Schlummer gesunken.
Du klammerst dich an mich,
Du suchst bei mir Wärme
Und freust dich der Ruhe,
Die geb’ ich dir gerne.
Du hast keine Furcht,
Oft fällst du nieder.
Dich kümmert’s nicht,
Dann stehst du wieder.
Du schaust zu mir auf,
Nimmst jegliche Wut.
Wie du bist mein Stolz,
Gibst du mir Mut.
Nach vielen Versuchen
Ein einzelnes Wort.
Nun kommen andere
Und immer so fort.
Die Zeit ohne dich
Ich kaum noch vergeude,
Bin dankbar für vieles,
Ob Kummer, ob Freude.
Du nimmst dich wahr,
Dein Ich so beginnt.
Mit Lachen und Wehmut
Die Zeit schnell verrinnt.
Ich lüg’ dich nicht an,
Ich weiß, es ist richtig.
Auch wenn es schwer ist,
Du bist mir zu wichtig.
Manchmal am Abend
Erscheinen die Drachen.
Wir werfen ein Lachen
In deren Rachen.
Viel Neues dich lockt,
Musst alles erfahren.
Ich zeig’ dir die Welt
Und will dich bewahren.
Doch gibt es Momente,
Da magst du dich wehren,
Wenn alle drauf drängen,
Dein Wissen zu mehren.
Du hast mich bestaunt,
den Herrscher der Welt.
Jetzt wachsen die Zweifel,
Dein Urteil nun fällt.
Du kennst deine Freunde.
Steht für euch ein,
Trenn’ wahre von falschen,
Verweigre den Schein.
Da dir dein Herz
Das erste Mal brennt,
Erfährst du ein Gefühl,
Das keiner sonst kennt.
Deine Suche nach dir
Dich mir sicher entriss.
Ich war für dich da,
Dies ist dir gewiss.
Was immer auch folgt,
Es war mir gegeben.
Ob Leid oder Glück,
Ich konnt’ dich erleben.
° ° °